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Beschreibung
Allerseelennacht versammelt Erzählungen, in denen Walpole die traditionelle englische Geistergeschichte in eine psychologisch verfeinerte Form überführt. Die titelgebende Nacht erscheint als Schwelle: zwischen Leben und Tod, Erinnerung und Verdrängung, bürgerlicher Ordnung und dem Einbruch des Unheimlichen. Sein Stil verbindet klare, beinahe häusliche Beobachtung mit melodramatischer Spannung; gerade aus alltäglichen Räumen erwachsen Angst, Schuld und visionäre Erfahrung. Im Kontext der spätviktorianischen und georgianischen Gothic-Tradition zeigt das Buch, wie das Übernatürliche weniger als Effekt denn als moralische Diagnose wirkt. Hugh Walpole, 1884 in Neuseeland geboren und in England ausgebildet, war ein außerordentlich produktiver Romancier, Kritiker und Kenner des literarischen Lebens seiner Zeit. Seine Nähe zu Dickens, Trollope und Henry James erklärt das Interesse an Atmosphäre, sozialer Fassade und seelischer Spannung. Erfahrungen als Lehrer, Kriegshelfer in Russland und Beobachter historischer Erschütterungen schärften seinen Sinn für instabile Wirklichkeiten. Aus dieser Biographie heraus entsteht ein Erzählen, das höfliche Oberflächen beharrlich auf verborgene Abgründe hin befragt. Zu empfehlen ist Allerseelennacht Lesern, die Schauerliteratur nicht bloß als Unterhaltung, sondern als Instrument der Selbsterkenntnis schätzen. Walpoles Erzählkunst belohnt geduldige Aufmerksamkeit: Ihre Wirkung liegt im leisen Anwachsen der Beunruhigung und in der präzisen Frage, was die Vergangenheit von den Lebenden fordert.
Allerseelennacht versammelt Erzählungen, in denen Walpole die traditionelle englische Geistergeschichte in eine psychologisch verfeinerte Form überführt. Die titelgebende Nacht erscheint als Schwelle: zwischen Leben und Tod, Erinnerung und Verdrängung, bürgerlicher Ordnung und dem Einbruch des Unheimlichen. Sein Stil verbindet klare, beinahe häusliche Beobachtung mit melodramatischer Spannung; gerade aus alltäglichen Räumen erwachsen Angst, Schuld und visionäre Erfahrung. Im Kontext der spätviktorianischen und georgianischen Gothic-Tradition zeigt das Buch, wie das Übernatürliche weniger als Effekt denn als moralische Diagnose wirkt. Hugh Walpole, 1884 in Neuseeland geboren und in England ausgebildet, war ein außerordentlich produktiver Romancier, Kritiker und Kenner des literarischen Lebens seiner Zeit. Seine Nähe zu Dickens, Trollope und Henry James erklärt das Interesse an Atmosphäre, sozialer Fassade und seelischer Spannung. Erfahrungen als Lehrer, Kriegshelfer in Russland und Beobachter historischer Erschütterungen schärften seinen Sinn für instabile Wirklichkeiten. Aus dieser Biographie heraus entsteht ein Erzählen, das höfliche Oberflächen beharrlich auf verborgene Abgründe hin befragt. Zu empfehlen ist Allerseelennacht Lesern, die Schauerliteratur nicht bloß als Unterhaltung, sondern als Instrument der Selbsterkenntnis schätzen. Walpoles Erzählkunst belohnt geduldige Aufmerksamkeit: Ihre Wirkung liegt im leisen Anwachsen der Beunruhigung und in der präzisen Frage, was die Vergangenheit von den Lebenden fordert.
Details
Erscheinungsjahr: 2025
Genre: Importe, Krimis & Thriller
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 160 S.
ISBN-13: 9788028394936
ISBN-10: 8028394930
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Walpole, Hugh
Hersteller: Copycat
Verantwortliche Person für die EU: Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 9 mm
Von/Mit: Hugh Walpole
Erscheinungsdatum: 24.06.2025
Gewicht: 0,242 kg
Artikel-ID: 133595425