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Beschreibung
"Berlin" bildet den gewaltigen Schlusspunkt von Plieviers literarischer Auseinandersetzung mit dem Wahnsinn des Krieges. Erschienen kurz vor seinem Tod, reflektiert der Roman nicht nur den militärischen Fall der Hauptstadt, sondern auch die politische Desillusionierung des Autors selbst. Plievier nutzt erneut seine bewährte Collagetechnik: Er schneidet zwischen den Größenwahnsinnigen im Bunker, den verzweifelten Soldaten an der Front und den Frauen in den Luftschutzkellern hin und her.Besonders eindringlich ist die Darstellung der "Stunde Null". Plievier beschreibt das Vakuum, das entsteht, wenn eine Ordnung komplett verschwindet. Er spart dabei weder die Gräuel der Endphase noch die harten Realitäten der ersten Besatzungstage aus. Der Roman ist ein ungeschöntes Porträt einer Stadt, die zum Symbol für den Untergang einer ganzen Zivilisation wurde. Für heutige Leser bietet das Werk einen tiefen Einblick in das kollektive Trauma, das die Grundlage für das geteilte Deutschland der Nachkriegszeit bildete.
"Berlin" bildet den gewaltigen Schlusspunkt von Plieviers literarischer Auseinandersetzung mit dem Wahnsinn des Krieges. Erschienen kurz vor seinem Tod, reflektiert der Roman nicht nur den militärischen Fall der Hauptstadt, sondern auch die politische Desillusionierung des Autors selbst. Plievier nutzt erneut seine bewährte Collagetechnik: Er schneidet zwischen den Größenwahnsinnigen im Bunker, den verzweifelten Soldaten an der Front und den Frauen in den Luftschutzkellern hin und her.Besonders eindringlich ist die Darstellung der "Stunde Null". Plievier beschreibt das Vakuum, das entsteht, wenn eine Ordnung komplett verschwindet. Er spart dabei weder die Gräuel der Endphase noch die harten Realitäten der ersten Besatzungstage aus. Der Roman ist ein ungeschöntes Porträt einer Stadt, die zum Symbol für den Untergang einer ganzen Zivilisation wurde. Für heutige Leser bietet das Werk einen tiefen Einblick in das kollektive Trauma, das die Grundlage für das geteilte Deutschland der Nachkriegszeit bildete.
Zusammenfassung
Theodor Plievier war einer der wuchtigsten Chronisten des 20. Jahrhunderts, ein Mann, dessen literarische Stimme nicht in den Studierzimmern der Gelehrten, sondern in den Maschinenräumen der Schiffe und den Schützengräben der Weltgeschichte geformt wurde. Geboren 1892 im Berliner Arbeiterviertel Wedding, war Plievier Zeit seines Lebens ein Getriebener zwischen den Ideologien und Kontinenten. Sein Weg führte ihn früh hinaus in die Welt; als Seemann bereiste er Südamerika und lebte als Vagabund, bevor ihn der Erste Weltkrieg als Matrosen der kaiserlichen Marine verschluckte. Diese Erfahrungen mündeten 1930 in seinem ersten großen Erfolg "Des Kaisers Kulis", einem radikalen Antikriegsroman, der die Meuterei der Matrosen und das Elend der einfachen Soldaten ungeschönt darstellte.
Details
Empfohlen (bis): 99
Empfohlen (von): 18
Erscheinungsjahr: 2026
Genre: Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 548 S.
ISBN-13: 9783565315024
ISBN-10: 3565315024
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Plievier, Theodor
Auflage: 2. Aufl.
Hersteller: epubli
Verantwortliche Person für die EU: Neopubli GmbH, Sebastian Stude, Köpenicker Str. 154a, D-10997 Berlin, produktsicherheit@epubli.com
Maße: 32 x 125 x 190 mm
Von/Mit: Theodor Plievier
Erscheinungsdatum: 11.03.2026
Gewicht: 0,536 kg
Artikel-ID: 134774331