Dekorationsartikel gehören nicht zum Leistungsumfang.
Sprache:
Deutsch
Regulärer Preis:
inkl. MwSt.
35,00 €
Versandkostenfrei per Post / DHL
Lieferzeit 1-2 Wochen
Kategorien:
Beschreibung
Das Massenfest war Herrschaftsmittel der Bolschewiki. Feste dienten ihnen als Instrument, politische Ziele zu popularisieren und Menschen zu manipulieren. Aber sie waren auch ein Medium, durch das sich die Politik des Regimes erst realisierte. Durch Paraden und Aufmche vermittelte der Propagandastaat
seine kulturellen Standards und seine Weltanschauung. Mit dem Fest prntierte die bolschewistische Inszenierungsdiktatur ihre Leistungen und visualisierte die neue gesellschaftliche Ordnung, indem es Freunde und Feinde, Aufsteiger und Ausgestone in den Marschkolonnen voneinander trennte. Daher waren diese Feste keine Veranstaltungen, die von Kommunisten fr Kommunisten
ausgerichtet wurden, sondern Orte, an denen das Volk seine Verbundenheit mit der Fhrung bekunden sollte. Das sowjetische Fest diente zur Herstellung einer neuen Zeit, der rote Kalender sollte den alten Rhythmus durchbrechen und die Lebensweisen der Untertanen verern. In diesem Sinn ist das Fest eine Form der Vergemeinschaftung, der Begegnung von Herrschaft und Volk.
Massenfeste nahmen einen zentralen Platz im kulturellen Haushalt der Sowjetunion ein. Ihrer Bedeutung entsprachen auch die Vorbereitungen. Festexperten entwickelten neue Rituale und Kommissionen planten aufwige Choreographien. Am 1. Mai, am Jahrestag der Oktoberrevolution oder am Tag der Ernte sollten die Untertanen vergessen, woher sie kamen, sie sollten sich
einreihen in eine neue Gemeinschaft und dem Alten den Rcken kehren.
Dabei war die Festorganisation nicht nur eine Sache des Moskauer Zentrums. In Regionen wie Vorone und Westsibirien versuchten die neuen Machthaber, die sowjetischen Feste mit wichtigen lokalen Ereignissen wie den Siegen im Brgerkrieg zu verknpfen. Diese inszenierte Festgemeinschaft liesich jedoch nicht in das Leben der Bauern einfgen. Niemand mochte einen roten
Erntetag feiern, wenn es nichts zu ernten gab.
Der Erfolg der Massenfeste war in den Sten ungleich grr. Hier wurde noch in den 1930er Jahren die deklarierte Festnorm des Parteistaats zur Normalitder urbanen Bewohner. Damit begann eine innere Sowjetisierung, in der offizielle Feierformen zur Geltung kamen, die traditionelle Elemente absorbierten
und eine hybride sowjetische Festkultur entstehen lien.
In den Jahren nach Stalins Tod entideologisierten sich die Feste zunehmend und verlagerten sich in den privaten Raum. Wend die ffentlichen Rituale in den 1960er Jahren ihren Sinn verloren, schufen private Feierlichkeiten nun jenen gesellschaftlichen Zusammenhang, von dem die Bolschewiki stets getrt hatten. Aber es waren weiterhin die Festtage des roten Kalenders,
die hier befeiert wurden. Das sowjetische Fest behielt seine Bedeutung bis 1991 und darber hinaus.
seine kulturellen Standards und seine Weltanschauung. Mit dem Fest prntierte die bolschewistische Inszenierungsdiktatur ihre Leistungen und visualisierte die neue gesellschaftliche Ordnung, indem es Freunde und Feinde, Aufsteiger und Ausgestone in den Marschkolonnen voneinander trennte. Daher waren diese Feste keine Veranstaltungen, die von Kommunisten fr Kommunisten
ausgerichtet wurden, sondern Orte, an denen das Volk seine Verbundenheit mit der Fhrung bekunden sollte. Das sowjetische Fest diente zur Herstellung einer neuen Zeit, der rote Kalender sollte den alten Rhythmus durchbrechen und die Lebensweisen der Untertanen verern. In diesem Sinn ist das Fest eine Form der Vergemeinschaftung, der Begegnung von Herrschaft und Volk.
Massenfeste nahmen einen zentralen Platz im kulturellen Haushalt der Sowjetunion ein. Ihrer Bedeutung entsprachen auch die Vorbereitungen. Festexperten entwickelten neue Rituale und Kommissionen planten aufwige Choreographien. Am 1. Mai, am Jahrestag der Oktoberrevolution oder am Tag der Ernte sollten die Untertanen vergessen, woher sie kamen, sie sollten sich
einreihen in eine neue Gemeinschaft und dem Alten den Rcken kehren.
Dabei war die Festorganisation nicht nur eine Sache des Moskauer Zentrums. In Regionen wie Vorone und Westsibirien versuchten die neuen Machthaber, die sowjetischen Feste mit wichtigen lokalen Ereignissen wie den Siegen im Brgerkrieg zu verknpfen. Diese inszenierte Festgemeinschaft liesich jedoch nicht in das Leben der Bauern einfgen. Niemand mochte einen roten
Erntetag feiern, wenn es nichts zu ernten gab.
Der Erfolg der Massenfeste war in den Sten ungleich grr. Hier wurde noch in den 1930er Jahren die deklarierte Festnorm des Parteistaats zur Normalitder urbanen Bewohner. Damit begann eine innere Sowjetisierung, in der offizielle Feierformen zur Geltung kamen, die traditionelle Elemente absorbierten
und eine hybride sowjetische Festkultur entstehen lien.
In den Jahren nach Stalins Tod entideologisierten sich die Feste zunehmend und verlagerten sich in den privaten Raum. Wend die ffentlichen Rituale in den 1960er Jahren ihren Sinn verloren, schufen private Feierlichkeiten nun jenen gesellschaftlichen Zusammenhang, von dem die Bolschewiki stets getrt hatten. Aber es waren weiterhin die Festtage des roten Kalenders,
die hier befeiert wurden. Das sowjetische Fest behielt seine Bedeutung bis 1991 und darber hinaus.
Das Massenfest war Herrschaftsmittel der Bolschewiki. Feste dienten ihnen als Instrument, politische Ziele zu popularisieren und Menschen zu manipulieren. Aber sie waren auch ein Medium, durch das sich die Politik des Regimes erst realisierte. Durch Paraden und Aufmche vermittelte der Propagandastaat
seine kulturellen Standards und seine Weltanschauung. Mit dem Fest prntierte die bolschewistische Inszenierungsdiktatur ihre Leistungen und visualisierte die neue gesellschaftliche Ordnung, indem es Freunde und Feinde, Aufsteiger und Ausgestone in den Marschkolonnen voneinander trennte. Daher waren diese Feste keine Veranstaltungen, die von Kommunisten fr Kommunisten
ausgerichtet wurden, sondern Orte, an denen das Volk seine Verbundenheit mit der Fhrung bekunden sollte. Das sowjetische Fest diente zur Herstellung einer neuen Zeit, der rote Kalender sollte den alten Rhythmus durchbrechen und die Lebensweisen der Untertanen verern. In diesem Sinn ist das Fest eine Form der Vergemeinschaftung, der Begegnung von Herrschaft und Volk.
Massenfeste nahmen einen zentralen Platz im kulturellen Haushalt der Sowjetunion ein. Ihrer Bedeutung entsprachen auch die Vorbereitungen. Festexperten entwickelten neue Rituale und Kommissionen planten aufwige Choreographien. Am 1. Mai, am Jahrestag der Oktoberrevolution oder am Tag der Ernte sollten die Untertanen vergessen, woher sie kamen, sie sollten sich
einreihen in eine neue Gemeinschaft und dem Alten den Rcken kehren.
Dabei war die Festorganisation nicht nur eine Sache des Moskauer Zentrums. In Regionen wie Vorone und Westsibirien versuchten die neuen Machthaber, die sowjetischen Feste mit wichtigen lokalen Ereignissen wie den Siegen im Brgerkrieg zu verknpfen. Diese inszenierte Festgemeinschaft liesich jedoch nicht in das Leben der Bauern einfgen. Niemand mochte einen roten
Erntetag feiern, wenn es nichts zu ernten gab.
Der Erfolg der Massenfeste war in den Sten ungleich grr. Hier wurde noch in den 1930er Jahren die deklarierte Festnorm des Parteistaats zur Normalitder urbanen Bewohner. Damit begann eine innere Sowjetisierung, in der offizielle Feierformen zur Geltung kamen, die traditionelle Elemente absorbierten
und eine hybride sowjetische Festkultur entstehen lien.
In den Jahren nach Stalins Tod entideologisierten sich die Feste zunehmend und verlagerten sich in den privaten Raum. Wend die ffentlichen Rituale in den 1960er Jahren ihren Sinn verloren, schufen private Feierlichkeiten nun jenen gesellschaftlichen Zusammenhang, von dem die Bolschewiki stets getrt hatten. Aber es waren weiterhin die Festtage des roten Kalenders,
die hier befeiert wurden. Das sowjetische Fest behielt seine Bedeutung bis 1991 und darber hinaus.
seine kulturellen Standards und seine Weltanschauung. Mit dem Fest prntierte die bolschewistische Inszenierungsdiktatur ihre Leistungen und visualisierte die neue gesellschaftliche Ordnung, indem es Freunde und Feinde, Aufsteiger und Ausgestone in den Marschkolonnen voneinander trennte. Daher waren diese Feste keine Veranstaltungen, die von Kommunisten fr Kommunisten
ausgerichtet wurden, sondern Orte, an denen das Volk seine Verbundenheit mit der Fhrung bekunden sollte. Das sowjetische Fest diente zur Herstellung einer neuen Zeit, der rote Kalender sollte den alten Rhythmus durchbrechen und die Lebensweisen der Untertanen verern. In diesem Sinn ist das Fest eine Form der Vergemeinschaftung, der Begegnung von Herrschaft und Volk.
Massenfeste nahmen einen zentralen Platz im kulturellen Haushalt der Sowjetunion ein. Ihrer Bedeutung entsprachen auch die Vorbereitungen. Festexperten entwickelten neue Rituale und Kommissionen planten aufwige Choreographien. Am 1. Mai, am Jahrestag der Oktoberrevolution oder am Tag der Ernte sollten die Untertanen vergessen, woher sie kamen, sie sollten sich
einreihen in eine neue Gemeinschaft und dem Alten den Rcken kehren.
Dabei war die Festorganisation nicht nur eine Sache des Moskauer Zentrums. In Regionen wie Vorone und Westsibirien versuchten die neuen Machthaber, die sowjetischen Feste mit wichtigen lokalen Ereignissen wie den Siegen im Brgerkrieg zu verknpfen. Diese inszenierte Festgemeinschaft liesich jedoch nicht in das Leben der Bauern einfgen. Niemand mochte einen roten
Erntetag feiern, wenn es nichts zu ernten gab.
Der Erfolg der Massenfeste war in den Sten ungleich grr. Hier wurde noch in den 1930er Jahren die deklarierte Festnorm des Parteistaats zur Normalitder urbanen Bewohner. Damit begann eine innere Sowjetisierung, in der offizielle Feierformen zur Geltung kamen, die traditionelle Elemente absorbierten
und eine hybride sowjetische Festkultur entstehen lien.
In den Jahren nach Stalins Tod entideologisierten sich die Feste zunehmend und verlagerten sich in den privaten Raum. Wend die ffentlichen Rituale in den 1960er Jahren ihren Sinn verloren, schufen private Feierlichkeiten nun jenen gesellschaftlichen Zusammenhang, von dem die Bolschewiki stets getrt hatten. Aber es waren weiterhin die Festtage des roten Kalenders,
die hier befeiert wurden. Das sowjetische Fest behielt seine Bedeutung bis 1991 und darber hinaus.
Details
| Erscheinungsjahr: | 2006 |
|---|---|
| Genre: | Geisteswissenschaften, Geschichte, Kunst, Musik |
| Jahrhundert: | 20. Jahrhundert |
| Rubrik: | Geisteswissenschaften |
| Medium: | Buch |
| Inhalt: | 454 S. |
| ISBN-13: | 9783936096637 |
| ISBN-10: | 3936096635 |
| Sprache: | Deutsch |
| Herstellernummer: | 393609663 |
| Einband: | Gebunden |
| Autor: | Rolf, Malte |
| Hersteller: | Hamburger Edition |
| Verantwortliche Person für die EU: | Hamburger Edition HIS Verlagsges. mbH - Mittelweg 36 - 20148, Mittelweg 36, D-20148 Hamburg, verlag@hamburger-edition.de |
| Abbildungen: | 27 Abb. |
| Maße: | 234 x 168 x 39 mm |
| Von/Mit: | Malte Rolf |
| Erscheinungsdatum: | 15.03.2006 |
| Gewicht: | 0,68 kg |