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Beschreibung
Kenneth Grahames Der Drache wider Willen erzählt von einem belesenen, friedliebenden Drachen, der lieber Verse deklamiert als Dörfer verwüstet, und von einem Jungen, der seine wahre Natur erkennt. Als der heilige Georg erscheint, wird der erwartete Kampf zur kunstvoll arrangierten Komödie. In knapper, eleganter Prosa verbindet die Erzählung pastorale Idylle, feine Ironie und die Tradition der Ritterlegende; zugleich unterläuft sie die heroischen Muster viktorianischer Kinderliteratur durch Dialogwitz und moralische Skepsis. Grahame, 1859 in Edinburgh geboren und lange als Beamter der Bank of England tätig, kannte die Spannungen zwischen bürgerlicher Pflicht, Fantasie und Rückzug in imaginierte Landschaften aus eigener Erfahrung. Wie später in Der Wind in den Weiden gestaltet er eine Welt, in der Tiere und Fabelwesen menschliche Empfindsamkeit tragen. Seine frühe Verlusterfahrung und seine Sehnsucht nach ländlicher Geborgenheit mögen den milden, antiautoritären Ton dieser Geschichte genährt haben. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern jeden Alters, die in Kinderliteratur mehr suchen als Belehrung. Es ist eine kluge Parabel über Vorurteil, Rollenbilder und die Macht friedlicher Verhandlung, zugleich leicht, humorvoll und sprachlich präzise. Wer klassische Fantastik in konzentrierter Form schätzt, findet hier ein kleines Meisterwerk.
Kenneth Grahames Der Drache wider Willen erzählt von einem belesenen, friedliebenden Drachen, der lieber Verse deklamiert als Dörfer verwüstet, und von einem Jungen, der seine wahre Natur erkennt. Als der heilige Georg erscheint, wird der erwartete Kampf zur kunstvoll arrangierten Komödie. In knapper, eleganter Prosa verbindet die Erzählung pastorale Idylle, feine Ironie und die Tradition der Ritterlegende; zugleich unterläuft sie die heroischen Muster viktorianischer Kinderliteratur durch Dialogwitz und moralische Skepsis. Grahame, 1859 in Edinburgh geboren und lange als Beamter der Bank of England tätig, kannte die Spannungen zwischen bürgerlicher Pflicht, Fantasie und Rückzug in imaginierte Landschaften aus eigener Erfahrung. Wie später in Der Wind in den Weiden gestaltet er eine Welt, in der Tiere und Fabelwesen menschliche Empfindsamkeit tragen. Seine frühe Verlusterfahrung und seine Sehnsucht nach ländlicher Geborgenheit mögen den milden, antiautoritären Ton dieser Geschichte genährt haben. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern jeden Alters, die in Kinderliteratur mehr suchen als Belehrung. Es ist eine kluge Parabel über Vorurteil, Rollenbilder und die Macht friedlicher Verhandlung, zugleich leicht, humorvoll und sprachlich präzise. Wer klassische Fantastik in konzentrierter Form schätzt, findet hier ein kleines Meisterwerk.