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Beschreibung
In "Die kriminelle Psychose" untersucht Oskar Panizza die beunruhigende Grenzzone zwischen Verbrechen, Krankheit und gesellschaftlicher Zuschreibung. Der Text verbindet psychiatrische Fallbetrachtung, kulturkritische Polemik und juristische Reflexion zu einer dichten Analyse jener Zustände, in denen Schuld, Wahn und Verantwortung ineinander übergehen. Stilistisch zeigt sich Panizzas charakteristische Mischung aus wissenschaftlicher Terminologie, scharfer Ironie und provokativer Zuspitzung; literarisch steht die Schrift im Kontext der fin-de-siècle-Debatten über Degeneration, Zurechnungsfähigkeit und die Macht moderner Institutionen. Panizza war nicht nur Schriftsteller, sondern ausgebildeter Arzt und Psychiater, was seiner Auseinandersetzung mit pathologischen Bewusstseinsformen besondere Schärfe verleiht. Zugleich prägten ihn Konflikte mit Kirche, Staat und Justiz, insbesondere die Verurteilung wegen "Das Liebeskonzil". Seine eigene Erfahrung institutioneller Repression und späterer Psychiatrisierung macht "Die kriminelle Psychose" zu einem Text, in dem medizinisches Wissen und persönliche Existenzkrise untrennbar miteinander verschränkt erscheinen. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die sich für Psychiatriegeschichte, Rechtsphilosophie und literarische Moderne interessieren. Panizzas Schrift ist kein neutraler Fachtraktat, sondern ein herausforderndes Dokument intellektueller Unruhe, das bis heute Fragen nach Normalität, Schuld und gesellschaftlicher Kontrolle stellt.
In "Die kriminelle Psychose" untersucht Oskar Panizza die beunruhigende Grenzzone zwischen Verbrechen, Krankheit und gesellschaftlicher Zuschreibung. Der Text verbindet psychiatrische Fallbetrachtung, kulturkritische Polemik und juristische Reflexion zu einer dichten Analyse jener Zustände, in denen Schuld, Wahn und Verantwortung ineinander übergehen. Stilistisch zeigt sich Panizzas charakteristische Mischung aus wissenschaftlicher Terminologie, scharfer Ironie und provokativer Zuspitzung; literarisch steht die Schrift im Kontext der fin-de-siècle-Debatten über Degeneration, Zurechnungsfähigkeit und die Macht moderner Institutionen. Panizza war nicht nur Schriftsteller, sondern ausgebildeter Arzt und Psychiater, was seiner Auseinandersetzung mit pathologischen Bewusstseinsformen besondere Schärfe verleiht. Zugleich prägten ihn Konflikte mit Kirche, Staat und Justiz, insbesondere die Verurteilung wegen "Das Liebeskonzil". Seine eigene Erfahrung institutioneller Repression und späterer Psychiatrisierung macht "Die kriminelle Psychose" zu einem Text, in dem medizinisches Wissen und persönliche Existenzkrise untrennbar miteinander verschränkt erscheinen. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die sich für Psychiatriegeschichte, Rechtsphilosophie und literarische Moderne interessieren. Panizzas Schrift ist kein neutraler Fachtraktat, sondern ein herausforderndes Dokument intellektueller Unruhe, das bis heute Fragen nach Normalität, Schuld und gesellschaftlicher Kontrolle stellt.
Details
Erscheinungsjahr: 2023
Fachbereich: Allgemeines
Genre: Importe, Psychologie
Rubrik: Geisteswissenschaften
Thema: Lexika
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 36 S.
ISBN-13: 9788028346904
ISBN-10: 8028346901
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Panizza, Oskar
Hersteller: Sharp Ink
Verantwortliche Person für die EU: Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 3 mm
Von/Mit: Oskar Panizza
Erscheinungsdatum: 02.12.2023
Gewicht: 0,069 kg
Artikel-ID: 134390878