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Beschreibung
Demokratie ist keine bloße Herrschaftsform. Sie ist eine anspruchsvolle Sozialordnung, die auf spezifischen anthropologischen, kulturellen und institutionellen Voraussetzungen beruht. Sie verlangt Urteilskraft, Verantwortungsbereitschaft, Konfliktfähigkeit und die Fähigkeit, Differenz auszuhalten. Ohne diese Dispositionen bleibt sie zwar formal bestehen, verliert jedoch ihre Substanz.
Es bedarf keiner offenen Systembrüche, um demokratische Strukturen zu schwächen; vielmehr lässt sich eine stille Transformation jener Voraussetzungen beobachten, auf die Demokratie angewiesen ist. Wo jedoch Entscheidungsprozesse hochgradig spezialisiert und technisch vermittelt sind, wird politische Teilhabe zunehmend symbolisch. Beteiligung verschiebt sich von aktiver Mitgestaltung zu reaktiver Zustimmung oder Ablehnung. In einer Gesellschaft, die Reibung reduziert und Widersprüche nivelliert, aber Komfort systematisch steigert, wird die Bereitschaft, sich öffentlich einzubringen, geschwächt und die Bequemlichkeit gefördert.
Der wachsende Komfort kann unmerklich zur strukturellen Entmündigung der Bürger beitragen, denn die Notwendigkeit, komplexe Situationen eigenständig zu durchdenken, scheint abzunehmen. Gerade deshalb ist die Gefährdung der Demokratie so schwer wahrnehmbar und führt mit der Zeit zu einem Gefühl der Gewöhnung; gerade deshalb bedarf sie der engagierten Analyse.
Es bedarf keiner offenen Systembrüche, um demokratische Strukturen zu schwächen; vielmehr lässt sich eine stille Transformation jener Voraussetzungen beobachten, auf die Demokratie angewiesen ist. Wo jedoch Entscheidungsprozesse hochgradig spezialisiert und technisch vermittelt sind, wird politische Teilhabe zunehmend symbolisch. Beteiligung verschiebt sich von aktiver Mitgestaltung zu reaktiver Zustimmung oder Ablehnung. In einer Gesellschaft, die Reibung reduziert und Widersprüche nivelliert, aber Komfort systematisch steigert, wird die Bereitschaft, sich öffentlich einzubringen, geschwächt und die Bequemlichkeit gefördert.
Der wachsende Komfort kann unmerklich zur strukturellen Entmündigung der Bürger beitragen, denn die Notwendigkeit, komplexe Situationen eigenständig zu durchdenken, scheint abzunehmen. Gerade deshalb ist die Gefährdung der Demokratie so schwer wahrnehmbar und führt mit der Zeit zu einem Gefühl der Gewöhnung; gerade deshalb bedarf sie der engagierten Analyse.
Demokratie ist keine bloße Herrschaftsform. Sie ist eine anspruchsvolle Sozialordnung, die auf spezifischen anthropologischen, kulturellen und institutionellen Voraussetzungen beruht. Sie verlangt Urteilskraft, Verantwortungsbereitschaft, Konfliktfähigkeit und die Fähigkeit, Differenz auszuhalten. Ohne diese Dispositionen bleibt sie zwar formal bestehen, verliert jedoch ihre Substanz.
Es bedarf keiner offenen Systembrüche, um demokratische Strukturen zu schwächen; vielmehr lässt sich eine stille Transformation jener Voraussetzungen beobachten, auf die Demokratie angewiesen ist. Wo jedoch Entscheidungsprozesse hochgradig spezialisiert und technisch vermittelt sind, wird politische Teilhabe zunehmend symbolisch. Beteiligung verschiebt sich von aktiver Mitgestaltung zu reaktiver Zustimmung oder Ablehnung. In einer Gesellschaft, die Reibung reduziert und Widersprüche nivelliert, aber Komfort systematisch steigert, wird die Bereitschaft, sich öffentlich einzubringen, geschwächt und die Bequemlichkeit gefördert.
Der wachsende Komfort kann unmerklich zur strukturellen Entmündigung der Bürger beitragen, denn die Notwendigkeit, komplexe Situationen eigenständig zu durchdenken, scheint abzunehmen. Gerade deshalb ist die Gefährdung der Demokratie so schwer wahrnehmbar und führt mit der Zeit zu einem Gefühl der Gewöhnung; gerade deshalb bedarf sie der engagierten Analyse.
Es bedarf keiner offenen Systembrüche, um demokratische Strukturen zu schwächen; vielmehr lässt sich eine stille Transformation jener Voraussetzungen beobachten, auf die Demokratie angewiesen ist. Wo jedoch Entscheidungsprozesse hochgradig spezialisiert und technisch vermittelt sind, wird politische Teilhabe zunehmend symbolisch. Beteiligung verschiebt sich von aktiver Mitgestaltung zu reaktiver Zustimmung oder Ablehnung. In einer Gesellschaft, die Reibung reduziert und Widersprüche nivelliert, aber Komfort systematisch steigert, wird die Bereitschaft, sich öffentlich einzubringen, geschwächt und die Bequemlichkeit gefördert.
Der wachsende Komfort kann unmerklich zur strukturellen Entmündigung der Bürger beitragen, denn die Notwendigkeit, komplexe Situationen eigenständig zu durchdenken, scheint abzunehmen. Gerade deshalb ist die Gefährdung der Demokratie so schwer wahrnehmbar und führt mit der Zeit zu einem Gefühl der Gewöhnung; gerade deshalb bedarf sie der engagierten Analyse.
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis:
EINLEITUNG
KAPITEL I
DEMOKRATIE ALS PRAXIS DER MÜNDIGKEIT
1. INFORMATIONSFÜLLE ERSETZT NICHT URTEILSKRAFT
2. MÜNDIGKEIT MUSS ERLERNT WERDEN
3. DEMOKRATIE BRAUCHT TEILHABE
KAPITEL II
DIE DOMINANZ DER TECHNOLOGISCHEN RATIONALITÄT
1. DIE LOGIK DER ENTLASTUNG
2. ERHÖHTE LEBENSQUALITÄT?
3. FOLGEN DER BEQUEMLICHKEIT
KAPITEL III
DIE KOMFORTGESELLSCHAFT
1. DIE BÜRGERINNEN ALS NUTZER
2. DIE LOGIK DES KONSUMS
3. GEWOHNTER SERVICE
KAPITEL IV
DELEGATION VON VERANTWORTUNG
1. DIGITALE SYSTEME ÜBERNEHMEN ROUTINEN
2. PASSIVIERUNG DER SUBJEKTE?
3. PSYCHISCHE ENTLASTUNG?
KAPITEL V
DIE PERMANENZ DER FLUT VON NACHRICHTEN
1. REAKTION STATT REFLEXION
2. PERMANENT VERNETZT UND STÄNDIGE REIZAUFNAHME
3. SELBSTDARSTELLUNG STATT POLITISCHER TEILHABE
KAPITEL VI
STRUKTUR ÖFFENTLICHER DEBATTEN
1. DISKUSSIONEN FINDEN AUF PLATTFORMEN STATT
2. SICHTBARKEIT STATT KOMMUNIKATION
3. FORMALISIERUNG STATT INHALTLICHKEIT
KAPITEL VII
DIE ENTLEERUNG DER SPRACHE
1. WENN WORTE IHRE BEDEUTUNG VERLIEREN
2. NEUE WORTSCHÖPFUNGEN
3. WARUM GIBT ES SO VIELE ABKÜRZUNGEN?
KAPITEL VIII
LIFESTYLE STATT KULTUR
1. DIE LOGIK DES MARKTES ALS POLITISCHE TEILHABE
2. WAHLKAMPF-STRATEGIEN ALS MEDIALE INSZENIERUNG
3. ARGUMENTE BLEIBEN PLAKATIV
KAPITEL IX
FLUCHT IN PRIVATE SPHÄREN
[...] SUBJEKT SUCHT SCHUTZ
2. RÜCKZUG AUS DER ÖFFENTLICHKEIT
3. EMOTIONALE RESIGNATION
KAPITEL X
POPULISMUS - REAKTION AUF KOMPLEXITÄT
1. DIE STUNDE DER SOGENANNTEN "FÜHRUNGSPERSONEN"
2. POPULISTISCHE REDUKTION VON ARGUMENTEN
3. SCHWARZ - WEIß - MALEREI
KAPITEL XI
ENTFREMDUNG UND SELBSTVERLUST
1.ENTFREMDUNG
2. BEQUEME ANPASSUNG
3. SELBSTVERLUST
KAPITEL XII
DIE STILLE ENTMÜNDIGUNG
1. KEIN ÄUßERER ZWANG
2. TEILHABE OHNE INHALTLICHE SUBSTANZ
3. DIE MACHT DER "EXPERTEN"
KAPITEL XIII
FREIHEIT IST KEINE NATÜRLICHE RESSOURCE
1. JE MEHR ENTLASTUNG DESTO WENIGER FREIHEIT
2. REDUKTION DES ERFAHRUNGSWISSENS
3. DELEGATION VON ENTSCHEIDUNGSPROZESSEN
KAPITEL XIV
DIE BESONDEREN AUSWIRKUNGEN DES SCHLEICHENDEN PROZESSES DER ENTINDIVIDUALISIERUNG AUF DIE KULTURINDUSTRIE
1. DAS BEISPIEL DES NS - POPULISMUS'
2. VERLUST DER INDIVIDUELLEN SICHTBARKEIT?
3. WAS GESCHIEHT MIT DER FANTASIE DER MENSCHEN?
KAPITEL XV
ZUM VERSAGEN DER WEIMARER REPUBLIK
1. DIE ERSTE DEMOKRATIE IN DEUTSCHLAND
2. DIE ROLLE DER PROPAGANDA
3. DAS DRAMA DES NATIONALSOZIALISMUS'
4. IST DIE DEMOKRATIE IN DEUTSCHLAND GEFÄHRDET?
KAPITEL XVI
MÖGLICHE GEGENBEWEGUNGEN
1. BILDUNG ALS ÜBUNG DES DENKENS
2. ZEITRÄUME SCHAFFEN ZUM NACHDENKEN
3. KOMMUNIKATIVE ÖFFENTLICHKEITSRÄUME
NACHWORT
LITERATUR
EINLEITUNG
KAPITEL I
DEMOKRATIE ALS PRAXIS DER MÜNDIGKEIT
1. INFORMATIONSFÜLLE ERSETZT NICHT URTEILSKRAFT
2. MÜNDIGKEIT MUSS ERLERNT WERDEN
3. DEMOKRATIE BRAUCHT TEILHABE
KAPITEL II
DIE DOMINANZ DER TECHNOLOGISCHEN RATIONALITÄT
1. DIE LOGIK DER ENTLASTUNG
2. ERHÖHTE LEBENSQUALITÄT?
3. FOLGEN DER BEQUEMLICHKEIT
KAPITEL III
DIE KOMFORTGESELLSCHAFT
1. DIE BÜRGERINNEN ALS NUTZER
2. DIE LOGIK DES KONSUMS
3. GEWOHNTER SERVICE
KAPITEL IV
DELEGATION VON VERANTWORTUNG
1. DIGITALE SYSTEME ÜBERNEHMEN ROUTINEN
2. PASSIVIERUNG DER SUBJEKTE?
3. PSYCHISCHE ENTLASTUNG?
KAPITEL V
DIE PERMANENZ DER FLUT VON NACHRICHTEN
1. REAKTION STATT REFLEXION
2. PERMANENT VERNETZT UND STÄNDIGE REIZAUFNAHME
3. SELBSTDARSTELLUNG STATT POLITISCHER TEILHABE
KAPITEL VI
STRUKTUR ÖFFENTLICHER DEBATTEN
1. DISKUSSIONEN FINDEN AUF PLATTFORMEN STATT
2. SICHTBARKEIT STATT KOMMUNIKATION
3. FORMALISIERUNG STATT INHALTLICHKEIT
KAPITEL VII
DIE ENTLEERUNG DER SPRACHE
1. WENN WORTE IHRE BEDEUTUNG VERLIEREN
2. NEUE WORTSCHÖPFUNGEN
3. WARUM GIBT ES SO VIELE ABKÜRZUNGEN?
KAPITEL VIII
LIFESTYLE STATT KULTUR
1. DIE LOGIK DES MARKTES ALS POLITISCHE TEILHABE
2. WAHLKAMPF-STRATEGIEN ALS MEDIALE INSZENIERUNG
3. ARGUMENTE BLEIBEN PLAKATIV
KAPITEL IX
FLUCHT IN PRIVATE SPHÄREN
[...] SUBJEKT SUCHT SCHUTZ
2. RÜCKZUG AUS DER ÖFFENTLICHKEIT
3. EMOTIONALE RESIGNATION
KAPITEL X
POPULISMUS - REAKTION AUF KOMPLEXITÄT
1. DIE STUNDE DER SOGENANNTEN "FÜHRUNGSPERSONEN"
2. POPULISTISCHE REDUKTION VON ARGUMENTEN
3. SCHWARZ - WEIß - MALEREI
KAPITEL XI
ENTFREMDUNG UND SELBSTVERLUST
1.ENTFREMDUNG
2. BEQUEME ANPASSUNG
3. SELBSTVERLUST
KAPITEL XII
DIE STILLE ENTMÜNDIGUNG
1. KEIN ÄUßERER ZWANG
2. TEILHABE OHNE INHALTLICHE SUBSTANZ
3. DIE MACHT DER "EXPERTEN"
KAPITEL XIII
FREIHEIT IST KEINE NATÜRLICHE RESSOURCE
1. JE MEHR ENTLASTUNG DESTO WENIGER FREIHEIT
2. REDUKTION DES ERFAHRUNGSWISSENS
3. DELEGATION VON ENTSCHEIDUNGSPROZESSEN
KAPITEL XIV
DIE BESONDEREN AUSWIRKUNGEN DES SCHLEICHENDEN PROZESSES DER ENTINDIVIDUALISIERUNG AUF DIE KULTURINDUSTRIE
1. DAS BEISPIEL DES NS - POPULISMUS'
2. VERLUST DER INDIVIDUELLEN SICHTBARKEIT?
3. WAS GESCHIEHT MIT DER FANTASIE DER MENSCHEN?
KAPITEL XV
ZUM VERSAGEN DER WEIMARER REPUBLIK
1. DIE ERSTE DEMOKRATIE IN DEUTSCHLAND
2. DIE ROLLE DER PROPAGANDA
3. DAS DRAMA DES NATIONALSOZIALISMUS'
4. IST DIE DEMOKRATIE IN DEUTSCHLAND GEFÄHRDET?
KAPITEL XVI
MÖGLICHE GEGENBEWEGUNGEN
1. BILDUNG ALS ÜBUNG DES DENKENS
2. ZEITRÄUME SCHAFFEN ZUM NACHDENKEN
3. KOMMUNIKATIVE ÖFFENTLICHKEITSRÄUME
NACHWORT
LITERATUR
Details
| Erscheinungsjahr: | 2026 |
|---|---|
| Genre: | Politikwissenschaften, Recht, Sozialwissenschaften, Wirtschaft |
| Rubrik: | Wissenschaften |
| Medium: | Taschenbuch |
| ISBN-13: | 9783389206683 |
| ISBN-10: | 338920668X |
| Sprache: | Deutsch |
| Einband: | Kartoniert / Broschiert |
| Autor: | Weingartz-Perschel, Karin |
| Auflage: | 1. Auflage |
| Hersteller: | GRIN Verlag |
| Verantwortliche Person für die EU: | preigu GmbH & Co. KG, Lengericher Landstr. 19, D-49078 Osnabrück, mail@preigu.de |
| Maße: | 210 x 148 x 13 mm |
| Von/Mit: | Karin Weingartz-Perschel |
| Erscheinungsdatum: | 17.09.2026 |
| Gewicht: | 0,267 kg |