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Beschreibung
Katholizismus und Esoterik scheinen allenfalls feindliche Berührungen zu haben – aber das Gegenteil trifft zu. In beiden Traditionen finden sich Stigmata, Neuoffenbarungen, Visionen, "Magie", spiritistische Kontakte ...

Wir untersuchen, welche theologischen und soziologischen Konzepte dies möglich machen. Zentral ist eine poröse Transferzone zwischen "orthodoxer" Theologie und "häretischen" Vorstellungen. Ein Beispiel: Die Legitimationsstruktur von "Schrift und Tradition" ermöglichte die Integration von religiösen Praktiken, die nicht aus dem Christentum stammten oder rechtfertigte Offenbarungen neben der Bibel. Dadurch blieben Gruppen innerhalb der Kirche, die sich im Protestantismus oft "separierten" – und wurden dadurch von der Forschung kaum wahrgenommen.

Dies bedeutet für die Religionswissenschaft, das stark protestantisch geprägte boundary-work zu Bestimmung der Grenze einer christlichen "Orthodoxie" zu revidieren und dabei die Rolle von spiritualistischen Theologien neu zu bestimmen. Der Katholizismus ist hier durch eine Grenzlandschaft gekennzeichnet, in der esoterische Vorstellungen flexibel adaptiert wurden – und in der man oft auf die Definition einer präzisen, eliminatorischen Grenzlinie verzichtete.

Katholizismus und Esoterik scheinen allenfalls feindliche Berührungen zu haben – aber das Gegenteil trifft zu. In beiden Traditionen finden sich Stigmata, Neuoffenbarungen, Visionen, "Magie", spiritistische Kontakte ...

Wir untersuchen, welche theologischen und soziologischen Konzepte dies möglich machen. Zentral ist eine poröse Transferzone zwischen "orthodoxer" Theologie und "häretischen" Vorstellungen. Ein Beispiel: Die Legitimationsstruktur von "Schrift und Tradition" ermöglichte die Integration von religiösen Praktiken, die nicht aus dem Christentum stammten oder rechtfertigte Offenbarungen neben der Bibel. Dadurch blieben Gruppen innerhalb der Kirche, die sich im Protestantismus oft "separierten" – und wurden dadurch von der Forschung kaum wahrgenommen.

Dies bedeutet für die Religionswissenschaft, das stark protestantisch geprägte boundary-work zu Bestimmung der Grenze einer christlichen "Orthodoxie" zu revidieren und dabei die Rolle von spiritualistischen Theologien neu zu bestimmen. Der Katholizismus ist hier durch eine Grenzlandschaft gekennzeichnet, in der esoterische Vorstellungen flexibel adaptiert wurden – und in der man oft auf die Definition einer präzisen, eliminatorischen Grenzlinie verzichtete.

Details
Erscheinungsjahr: 2025
Genre: Geschichte
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Buch
Inhalt: VI
395 S.
4 s/w Illustr.
14 farbige Illustr.
4 b/w and 14 col. ill.
ISBN-13: 9783111310053
ISBN-10: 3111310051
Sprache: Englisch
Deutsch
Einband: Gebunden
Autor: Viktoria Vitanova–kerber
Helmut Zander
Redaktion: Vitanova-Kerber, Viktoria
Zander, Helmut
Herausgeber: Viktoria Vitanova-Kerber/Helmut Zander
Hersteller: De Gruyter
Schweizerischer Nationalfonds (SNF)
Verantwortliche Person für die EU: Walter de Gruyter GmbH, De Gruyter GmbH, Genthiner Str. 13, D-10785 Berlin, productsafety@degruyterbrill.com
Abbildungen: 4 b/w and 14 col. ill.
Maße: 24 x 161 x 234 mm
Von/Mit: Viktoria Vitanova-Kerber (u. a.)
Erscheinungsdatum: 06.05.2025
Gewicht: 0,697 kg
Artikel-ID: 132556504