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Beschreibung
Gesammelte Horror-Geschichten versammelt Erzählungen, in denen das Grauen selten als bloßer Effekt erscheint, sondern als Erkenntnisform. Poritzky führt seine Figuren in Zimmer, Straßen und Seelenlandschaften, wo Schuld, Begehren und Angst Gestalt annehmen. Sein Stil verbindet präzise Beobachtung mit nervöser Suggestion; er steht zwischen romantischer Schauertradition, der psychologischen Phantastik des Fin de Siècle und der frühmodernen Großstadterfahrung. Jakob Elias Poritzky (1876-1935) war ein im deutschsprachigen Literaturleben tätiger Erzähler, Kritiker und Publizist jüdischer Herkunft, geprägt von Migration, urbaner Moderne und den geistigen Erschütterungen seiner Zeit. Diese Erfahrungen mögen seine Sensibilität für Entwurzelung, soziale Masken und seelische Abgründe geschärft haben. Seine Horrorgeschichten lesen sich daher auch als Kommentare zu einer Epoche, in der rationale Ordnung und metaphysische Unsicherheit einander ständig durchdringen. Empfohlen sei dieser Band allen Leserinnen und Lesern, die literarischen Horror nicht nur als Spannung, sondern als ästhetische und kulturgeschichtliche Erfahrung begreifen möchten. Poritzkys Prosa belohnt Aufmerksamkeit: Sie erschreckt leise, denkt scharf und zeigt, dass das Unheimliche oft dort beginnt, wo das Alltägliche zu genau betrachtet wird.
Gesammelte Horror-Geschichten versammelt Erzählungen, in denen das Grauen selten als bloßer Effekt erscheint, sondern als Erkenntnisform. Poritzky führt seine Figuren in Zimmer, Straßen und Seelenlandschaften, wo Schuld, Begehren und Angst Gestalt annehmen. Sein Stil verbindet präzise Beobachtung mit nervöser Suggestion; er steht zwischen romantischer Schauertradition, der psychologischen Phantastik des Fin de Siècle und der frühmodernen Großstadterfahrung. Jakob Elias Poritzky (1876-1935) war ein im deutschsprachigen Literaturleben tätiger Erzähler, Kritiker und Publizist jüdischer Herkunft, geprägt von Migration, urbaner Moderne und den geistigen Erschütterungen seiner Zeit. Diese Erfahrungen mögen seine Sensibilität für Entwurzelung, soziale Masken und seelische Abgründe geschärft haben. Seine Horrorgeschichten lesen sich daher auch als Kommentare zu einer Epoche, in der rationale Ordnung und metaphysische Unsicherheit einander ständig durchdringen. Empfohlen sei dieser Band allen Leserinnen und Lesern, die literarischen Horror nicht nur als Spannung, sondern als ästhetische und kulturgeschichtliche Erfahrung begreifen möchten. Poritzkys Prosa belohnt Aufmerksamkeit: Sie erschreckt leise, denkt scharf und zeigt, dass das Unheimliche oft dort beginnt, wo das Alltägliche zu genau betrachtet wird.