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Beschreibung
Der Begriff 'Völkermord' spaltet. Dass ein Akteur einen Genozid begehe, ist der denkbar schwerste Vorwurf - entsprechend vehement fallen die Abwehrversuche aus. Wie ein Kainsmal kann das Verdikt über Generationen an Tätern und Täterstaaten haften. Umso wichtiger ist es, aktuelle Erweiterungen des Konzepts genau und skeptisch zu verfolgen.

Was in entsprechenden Debatten oft in den Hintergrund gerät: Zuallererst geht es bei Völkermord um Mord, um Massenmord, begangen an einer bestimmten Bevölkerungsgruppe. Andere Handlungen, die nach der Völkermordkonvention ebenfalls unter den Tatbestand fallen, sich aber nicht auf die unmittelbare physische Vernichtung beziehen, sollten nur ergänzend hinzugezogen werden.

Parolen wie 'Nie wieder' oder 'Nie wieder ist jetzt' polarisieren. Was einige für legitime Emphase halten, kann zulasten der begrifflichen Klarheit gehen. Eine Alles-oder-nichts-Haltung, die in ihrer Fokussierung auf den Völkermord-Vorwurf andere schwere Verstöße gegen das Völkerrecht, wie Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, zu Nebensächlichkeiten erklärt, muss kritisch hinterfragt werden. Dazu gibt dieser Essay eine Hilfestellung.
Der Begriff 'Völkermord' spaltet. Dass ein Akteur einen Genozid begehe, ist der denkbar schwerste Vorwurf - entsprechend vehement fallen die Abwehrversuche aus. Wie ein Kainsmal kann das Verdikt über Generationen an Tätern und Täterstaaten haften. Umso wichtiger ist es, aktuelle Erweiterungen des Konzepts genau und skeptisch zu verfolgen.

Was in entsprechenden Debatten oft in den Hintergrund gerät: Zuallererst geht es bei Völkermord um Mord, um Massenmord, begangen an einer bestimmten Bevölkerungsgruppe. Andere Handlungen, die nach der Völkermordkonvention ebenfalls unter den Tatbestand fallen, sich aber nicht auf die unmittelbare physische Vernichtung beziehen, sollten nur ergänzend hinzugezogen werden.

Parolen wie 'Nie wieder' oder 'Nie wieder ist jetzt' polarisieren. Was einige für legitime Emphase halten, kann zulasten der begrifflichen Klarheit gehen. Eine Alles-oder-nichts-Haltung, die in ihrer Fokussierung auf den Völkermord-Vorwurf andere schwere Verstöße gegen das Völkerrecht, wie Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, zu Nebensächlichkeiten erklärt, muss kritisch hinterfragt werden. Dazu gibt dieser Essay eine Hilfestellung.
Über den Autor
Dr. Gerd Hankel ist Völkerrechtler und Sprachwissenschaftler und hat mehr als zwei Jahrzehnte in und über Ostafrika gearbeitet. Hankel ist Mitglied im Arbeitskreis Völkerstrafrecht sowie Gutachter in Prozessen mit Asylrechts- und Völkerstrafrechtsbezug.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 7

Bestimmung eines Ausgangspunkts 13

Das Problem und seine Reichweite 17

Ein Überblick über Entstehung und Anwendung der Völkermordkonvention 43

Die Forderung des 'Nie wieder' 65

Keine Erklärungen, keine Rechtfertigungen 79

Das schwerste aller Verbrechen 97

Völkermordvorwurf und Politik 119

Genozid und andere '-zide' 141

Schluss 151

Literatur 155
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Fachbereich: Populäre Darstellungen
Genre: Politikwissenschaft & Soziologie, Recht, Sozialwissenschaften, Wirtschaft
Rubrik: Wissenschaften
Medium: Taschenbuch
Reihe: kleine reihe
Inhalt: 160 S.
ISBN-13: 9783987220081
ISBN-10: 3987220082
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: 398722008
Einband: Klappenbroschur
Autor: Hankel, Gerd
Hersteller: Hamburger Edition
Verantwortliche Person für die EU: Hamburger Edition HIS Verlagsges. mbH - Mittelweg 36 - 20148, Mittelweg 36, D-20148 Hamburg, verlag@hamburger-edition.de
Maße: 174 x 106 x 13 mm
Von/Mit: Gerd Hankel
Erscheinungsdatum: 17.08.2026
Gewicht: 0,152 kg
Artikel-ID: 135954707