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Beschreibung
Claudine eröffnet Colettes berühmten Romanzyklus mit der scharf beobachteten Innenwelt einer jungen Frau, deren Schul- und Provinzerfahrungen zu einem Labor moderner Subjektivität werden. In episodischer, tagebuchnaher Form verbindet der Text sinnliche Naturbeschreibung, ironische Gesellschaftsanalyse und psychologische Präzision. Zwischen Bildungsroman, Sittenbild und früher feministischer Selbstbefragung steht Claudine im literarischen Kontext der französischen Fin-de-Siècle-Prosa, überschreitet jedoch deren Konventionen durch eine ungewöhnlich direkte weibliche Stimme. Colette, geboren 1873 als Sidonie-Gabrielle Colette in Burgund, schöpfte für diese Figur aus Erinnerungen an ländliche Kindheit, schulische Milieus und die Spannungen zwischen Begehren, Anpassung und Selbstbehauptung. Ihre frühe Ehe mit Henry Gauthier-Villars, der die ersten Claudine-Bände unter seinem Namen veröffentlichte, prägte die Entstehungsgeschichte zusätzlich: Gerade deshalb liest sich das Werk auch als verdeckte Emanzipationsgeschichte einer Autorin, die literarische Autorität zurückerobert. Empfohlen sei Claudine allen Leserinnen und Lesern, die psychologisch feine Prosa, historische Geschlechterfragen und stilistische Eleganz schätzen. Das Buch bleibt faszinierend, weil es Jugend nicht sentimental verklärt, sondern als Feld von Macht, Verführung, Witz und erwachender Selbstkenntnis darstellt.
Claudine eröffnet Colettes berühmten Romanzyklus mit der scharf beobachteten Innenwelt einer jungen Frau, deren Schul- und Provinzerfahrungen zu einem Labor moderner Subjektivität werden. In episodischer, tagebuchnaher Form verbindet der Text sinnliche Naturbeschreibung, ironische Gesellschaftsanalyse und psychologische Präzision. Zwischen Bildungsroman, Sittenbild und früher feministischer Selbstbefragung steht Claudine im literarischen Kontext der französischen Fin-de-Siècle-Prosa, überschreitet jedoch deren Konventionen durch eine ungewöhnlich direkte weibliche Stimme. Colette, geboren 1873 als Sidonie-Gabrielle Colette in Burgund, schöpfte für diese Figur aus Erinnerungen an ländliche Kindheit, schulische Milieus und die Spannungen zwischen Begehren, Anpassung und Selbstbehauptung. Ihre frühe Ehe mit Henry Gauthier-Villars, der die ersten Claudine-Bände unter seinem Namen veröffentlichte, prägte die Entstehungsgeschichte zusätzlich: Gerade deshalb liest sich das Werk auch als verdeckte Emanzipationsgeschichte einer Autorin, die literarische Autorität zurückerobert. Empfohlen sei Claudine allen Leserinnen und Lesern, die psychologisch feine Prosa, historische Geschlechterfragen und stilistische Eleganz schätzen. Das Buch bleibt faszinierend, weil es Jugend nicht sentimental verklärt, sondern als Feld von Macht, Verführung, Witz und erwachender Selbstkenntnis darstellt.
Details
| Erscheinungsjahr: | 2025 |
|---|---|
| Genre: | Importe, Romane & Erzählungen |
| Rubrik: | Belletristik |
| Medium: | Taschenbuch |
| Inhalt: | 480 S. |
| ISBN-13: | 9788028395780 |
| ISBN-10: | 8028395783 |
| Sprache: | Deutsch |
| Einband: | Kartoniert / Broschiert |
| Autor: | Colette |
| Hersteller: | Copycat |
| Verantwortliche Person für die EU: | Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com |
| Maße: | 229 x 152 x 26 mm |
| Von/Mit: | Colette |
| Erscheinungsdatum: | 24.06.2025 |
| Gewicht: | 0,689 kg |