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Beschreibung
Das Schlafende Heer (1904) entwirft ein breit angelegtes Gesellschaftspanorama der preußischen Ostmark, in dem Güter, Dörfer, Amtsstuben und katholische Pfarrhäuser zum Schauplatz des deutsch-polnischen Nationalitätenkonflikts werden. Viebig verbindet naturalistische Milieubeobachtung mit psychologisch-realistischem Erzählen; Dialekt, soziale Gesten und Landschaftsbilder machen sichtbar, wie Besitzpolitik, Schule, Kirche und Sprache das scheinbar ruhige Land politisieren. Der Titel bezeichnet die latent vorhandene, erwachende Kollektivkraft eines Volkes und zugleich die Blindheit der Herrschenden. Clara Viebig (1860-1952), in Trier geboren und durch Kindheits- und Jugendaufenthalte mit den östlichen Provinzen Preußens vertraut, gehörte zu den wichtigsten Erzählerinnen des deutschen Naturalismus. Ihre literarische Aufmerksamkeit galt wiederholt Randzonen des Kaiserreichs, bäuerlichen Milieus und den Spannungen zwischen staatlicher Ordnung und gelebter Wirklichkeit. Diese Erfahrung, verbunden mit einem sozial genauen Blick und dem Wissen um Mehrsprachigkeit, Konfession und Klasse, prädestinierte sie, den Nationalitätenkonflikt nicht als abstrakte Staatsfrage, sondern als Alltagsdrama zu gestalten. Empfohlen sei der Roman Leserinnen und Lesern, die historische Literatur als Erkenntnisinstrument schätzen. Er bietet keine einfache Tendenzschrift, sondern ein vielstimmiges Dokument über Macht, Identität und die Grenzen imperialer Integration. Gerade heute überzeugt Das Schlafende Heer durch seine analytische Nüchternheit, seine sinnliche Anschaulichkeit und die Frage, wie lange politische Energien unsichtbar bleiben, bevor sie Geschichte machen.
Das Schlafende Heer (1904) entwirft ein breit angelegtes Gesellschaftspanorama der preußischen Ostmark, in dem Güter, Dörfer, Amtsstuben und katholische Pfarrhäuser zum Schauplatz des deutsch-polnischen Nationalitätenkonflikts werden. Viebig verbindet naturalistische Milieubeobachtung mit psychologisch-realistischem Erzählen; Dialekt, soziale Gesten und Landschaftsbilder machen sichtbar, wie Besitzpolitik, Schule, Kirche und Sprache das scheinbar ruhige Land politisieren. Der Titel bezeichnet die latent vorhandene, erwachende Kollektivkraft eines Volkes und zugleich die Blindheit der Herrschenden. Clara Viebig (1860-1952), in Trier geboren und durch Kindheits- und Jugendaufenthalte mit den östlichen Provinzen Preußens vertraut, gehörte zu den wichtigsten Erzählerinnen des deutschen Naturalismus. Ihre literarische Aufmerksamkeit galt wiederholt Randzonen des Kaiserreichs, bäuerlichen Milieus und den Spannungen zwischen staatlicher Ordnung und gelebter Wirklichkeit. Diese Erfahrung, verbunden mit einem sozial genauen Blick und dem Wissen um Mehrsprachigkeit, Konfession und Klasse, prädestinierte sie, den Nationalitätenkonflikt nicht als abstrakte Staatsfrage, sondern als Alltagsdrama zu gestalten. Empfohlen sei der Roman Leserinnen und Lesern, die historische Literatur als Erkenntnisinstrument schätzen. Er bietet keine einfache Tendenzschrift, sondern ein vielstimmiges Dokument über Macht, Identität und die Grenzen imperialer Integration. Gerade heute überzeugt Das Schlafende Heer durch seine analytische Nüchternheit, seine sinnliche Anschaulichkeit und die Frage, wie lange politische Energien unsichtbar bleiben, bevor sie Geschichte machen.
Zusammenfassung
Clara Viebig (1860 - 1952) war eine deutsche Erzählerin, Dramatikerin und Feuilletonistin, die insbesondere der literarischen Strömung des Naturalismus zugerechnet wird. Clara Viebigs Werke zählten um die Jahrhundertwende in den bürgerlichen Haushalten zur Standardbibliothek. Ein Teil ihres Werks, insbesondere autobiographische Schriften sowie Romane, die in der Eifel, an der Mosel und am Rhein spielen, wird heute vom Rhein-Mosel-Verlag neu aufgelegt. Ihr Debüt in der Literatur gab sie im Alter von 34 Jahren in der Berliner Volkszeitung. In einer Reihe von Romanen schildert die Autorin vor allem das Leben und die Sitten auf dem Land und in der Provinz, den schwierigen Überlebenskampf in einer städtischen, bürgerlichen Kultur und vor allem die Not der Bäuerinnen.
Details
| Erscheinungsjahr: | 2023 |
|---|---|
| Genre: | Romane & Erzählungen |
| Rubrik: | Belletristik |
| Medium: | Taschenbuch |
| Inhalt: | 208 S. |
| ISBN-13: | 9788027374793 |
| ISBN-10: | 8027374790 |
| Sprache: | Deutsch |
| Einband: | Kartoniert / Broschiert |
| Autor: | Viebig, Clara |
| Hersteller: | e-artnow |
| Verantwortliche Person für die EU: | e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com |
| Maße: | 229 x 152 x 11 mm |
| Von/Mit: | Clara Viebig |
| Erscheinungsdatum: | 19.02.2023 |
| Gewicht: | 0,29 kg |